Ursachen und Folgen des Klimawandels für die Ozeane

Der durch den Menschen verursachte Klimawandel ist längst kein düsteres Zukunftsszenario mehr, sondern erwiesene Realität. Die rasante Geschwindigkeit, mit der die Temperaturen ansteigen, erschwert es der Forschung, verlässliche Prognosen über die Folgen des Klimawandels zu stellen. Dennoch gibt es vermehrt Hinweise über die möglichen Konsequenzen auf das marine Ökosystem.

Ursachen des Klimawandels

Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO₂) oder Methan sind natürliche Bestandteile der Erdatmosphäre. Durch menschliche Aktivitäten hat sich die Konzentration einiger Gase, insbesondere CO₂, Distickstoffoxid (Lachgas), Methan und fluorierte Gase jedoch massiv erhöht. Bekannte Verursacher sind:

  • Abholzung von Wäldern: Bäume nehmen CO₂ aus der Atmosphäre auf und produzieren Sauerstoff – so regulieren sie das Klima. Werden sie abgeholzt, geht dieser Effekt verloren und das gespeicherte CO₂ gelangt wieder in die Atmosphäre. Brandrodungen sind doppelt schädlich, da dabei zusätzliches CO₂ freigesetzt wird.
  • Energiewirtschaft: Der Energiesektor ist massgeblich beteiligt an der Erzeugung von Treibhausgasen, da das Verbrennen fossiler Energieträger wie Kohle oder Öl CO₂ verursacht.
  • Massentierhaltung: Nutztiere wie Kühe produzieren bei ihrer Verdauung grosse Mengen an Methan. Methan wird zwar in geringeren Mengen emittiert als CO₂, es hält die Sonnenrückstrahlung und damit Wärme aber um ein Vielfaches wirksamer zurück und trägt dadurch zu einem beachtlichen Teil zur Verstärkung des Treibhauseffektes bei. Auch die industrielle Fischerei trägt zur Klimwaerwärmung bei. Einerseits durch den Treibstoffverbrauch der Schiffe, andererseits indem der in den Fischen vorhandene Kohlenstoff als CO₂ in die Atmosphäre entweicht, wenn sie gefangen werden. Sterben sie eines natürlichen Todes, sinken sie auf den Meeresgrund und der Kohlenstoff bleibt im Ökosystem Meer gebunden.
  • Mobilität: Transportmittel wie Flugzeuge, Schiffe und Personenwagen haben einerseits einen hohen Kraftstoffverbrauch, andererseits ist auch ihr CO₂-Ausstoss hoch.

Anstieg der Wassertemperatur

Die Meeresoberfläche ist in unmittelbarem Kontakt mit der Atmosphäre, weshalb sich Temperaturänderungen in der Luft auch auf die Ozeane auswirken. In den vergangenen 100 Jahren hat sich die Oberflächentemperatur im Schnitt um 0.6 Grad Celsius erhöht. Die wärmere Wasserschicht an der Oberfläche führt dazu, dass sich die Wassermassen weniger gut durchmischen. Diese Wasserschichtung hat zur Folge, dass Nährstoffe aus der Tiefsee kaum mehr aufsteigen können. Im Pazifik sowie im Atlantik konnten diese Effekte nachgewiesen werden: Die nährstoffarmen Gebiete in den beiden Ozeanen haben zwischen 1998 und 2006 um 15% zugenommen. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass die sinkende Sauerstoff-Konzentration in der warmen Oberflächenschicht zu einem Massensterben von Meeresorganismen führen könnte.

Auswirkungen auf Plankton

Plankton bezeichnet tierische und pflanzliche Kleinstlebewesen, die die Grundlage für das marine Nahrungsnetz darstellen. Der erschwerte Aufstieg von Nährstoffen aus der Tiefsee in höhere, wärmere Wasserschichten hat negative Auswirkungen auf die Planktonpopulationen. Damit schwindet die Nahrungsquelle für weitere Meerestiere. Da sich Plankton für rund 50% des weltweit produzierten Sauerstoffs verantwortlich zeichnet, indem es CO₂ aus der Atmosphäre aufnimmt, verstärkt sich der Treibhauseffekt zusätzlich, wenn die Planktonbestände abnehmen.

Versauerung der Meere

Eine weitere Folge des erhöhten CO₂-Gehalts in der Atmosphäre ist die Versauerung der Meere, das heisst: ein sinkender pH-Wert. Durch die vermehrte Aufnahme von CO₂ steigt der Säuregehalt in den Ozeanen, womit sich das chemische Gleichgewicht verschiebt. Das natürliche Säure-Base-Gleichgewicht der Meere liegt bei einem pH-Wert zwischen 7.8-8.4 (die pH-Skala reicht von 1, sauer bis 14, basisch). Verändert sich das pH-Milieu, gehen biochemische Reaktionen nicht mehr korrekt vonstatten. So löst eine saure Umgebung Kalk auf, woraus das Skelett zahlreicher Meereslebewesen besteht. Besonders Korallen, Kalkalgen, Muscheln und Seeigel sind vom veränderten pH-Wert betroffen.

Als KYMA-Mitglied das Klima schützen

Etwa 10% deines jährlichen Beitrags fliessen in Projekte zur Wiederaufforstung von Mangrovenwäldern in Afrika und Asien. So erhalten wir gemeinsam die Kinderstube vieler mariner Lebewesen und leisten einen konkreten Beitrag gegen den Klimawandel, denn Mangrovenbäume sind gute Kohlenstoffspeicher.

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Gut zu wissen: Treibhauseffekt & 1.5-Grad-Ziel

Treibhauseffekt

Der menschenverursachte Treibhauseffekt bezeichnet das Zurückstauen von Wärme auf unserem Planeten.

Die Ursache für den Treibhauseffekt sind Treibhausgase, deren Emission seit der Industrialisierung signifikant zugenommen hat. Diese Gase verhindern, dass Wärme aus Sonnenenergie in den Weltraum zurückgestrahlt wird. Stattdessen nehmen sie die Wärme zum Teil auf und geben sie wieder an die Erde ab. Dadurch werden die Erdoberfläche sowie die Luftmassen aufgeheizt.

1.5-Grad-Ziel

Das Übereinkommen von Paris vom 12. Dezember 2015 sieht die Begrenzung der Erderwärmung um maximal 1,5 Grad Celsius vor. Die 195 Vertragsstaaten werden alle fünf Jahre gemeinsam strengere Ziele festlegen, falls dies aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse nötig ist und Berichte dazu veröffentlichen, welche Fortschritte erreicht werden konnten.

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