Meerestiere vor Mikroplastik schützen
Die schädlichen Mikroplastik-Partikel gelangen auch aus der Schweiz in die Meere und richten dort kaum bemerkt grosse Schäden bei den Meereslebewesen an. KYMA engagiert sich dafür, dass der Eintrag von Mikroplastik in unsere Gewässer reduziert wird. Erfahre, was wir für die Meerestiere tun und wie du uns dabei unterstützen kannst.
Unsichtbare Gefahr für Meerestiere: Schädliche Kleinstpartikel in den Ozeanen
Als Mikroplastik werden Kunststofffragmente bezeichnet, die kleiner sind als 5 Millimeter. Sie entstehen durch die Verwitterung grosser Plastikabfälle oder stammen direkt aus Quellen an Land. Jedes Jahr gelangen unglaubliche 1.5 Tonnen Mikroplastik in die Meere. Die Konsequenzen sind verheerend. Mikroplastik ist durch seine Grösse kaum sichtbar und treibt beinahe unbemerkt in den Ozeanen. Und genau dies wird den Meerestieren zum Verhängnis.
Hungertod
Kleine Meereslebewesen wie Krustentiere, Muscheln oder Seepferdchen verwechseln Mikroplastik mit Nahrung und verschlucken es. Ihr Organismus kann das Material aber natürlich nicht verwerten, sodass sie mit vollem Magen einen qualvollen Hungertod sterben. Bei einer Untersuchung von Hummern in schottischen Gewässern konnten Forscher:innen in 83% der Tiere Mikroplastik im Magen feststellen.
Weniger Nachkommen
Im Meerwasser gelöste Gifstoffe binden an Mikroplastik. Wenn Meerestiere diese Gift-Cocktails aufnehmen, schädigen die Schadstoffe ihren Organismus so sehr, dass ihre Energiereserven aufgezehrt werden. In der Folge leiden sie unter verminderter Fruchtbarkeit, was dazu führt, dass sie weniger Nachkommen hervorbringen.
Atemnot
Besonders für Fische kommt noch eine weitere, besonders grausame Nebenwirkung hinzu: Mikroplastik verfängt sich in ihren Kiemen und führt zu Verletzungen am Atmungsorgan. Den Tieren fällt dadurch das Atmen schwer.
Unser Alltagsverhalten ist mitunter Quelle des Problems
Wir bemerken es kaum, doch wir tragen tagtäglich dazu bei, dass sich das Problem des Mikroplastiks in den Meeren verschärft: Wenn wir duschen, Auto fahren oder unsere Wäsche waschen. Die Schweiz gilt als Wasserschloss Europas: Das Wasser aus unseren Bergquellen legt über Seen und Flüsse einen langen Weg zurück bis es ins Mittelmeer und in die Nordsee mündet. Doch auf dem Weg dorthin nimmt es riesige Mengen an Mikroplastik auf: Die Rhone und der Rhein sind gemäss aktuellen Studien bereits stark belastet. Der Ursprung dieser Verschmutzung liegt in unseren Haushalten und in unserem Alltagsverhalten.

Pflege- und Putzmittel
Schätzungsweise über 1‘000 Tonnen gelöste Kunststoffe und Plastikpartikel aus Kosmetika, Wasch- und Putzmitteln gelangen jedes Jahr ins Abwasser. Mikroplastik wird diesen Produkten als Bindemittel, Schleifmittel oder auch einfach nur zu dekorativen Zwecken beigemischt.
Abrieb von Autoreifen
1‘800 Tonnen Gummiabrieb von Autoreifen landen jährlich über Strassenschächte oder direkt in unseren Gewässern. Damit ist der Reifenabrieb für einen Grossteil des Eintrags von Mikroplastik in die Umwelt verantwortlich.
Synthetische Kleidung
Bei jedem Waschgang lösen sich über 100‘000 synthetische Textilfasern. Auch viele Waschmittel enthalten Mikroplastik, was die Belastung noch weiter erhöht.
Unser Engagement für saubere Ozeane
KYMA sea conservation & research engagiert sich mit konkreten Projekten in der Schweiz gegen die gefährliche Verschmutzung der Ozeane durch Plastik und leistet so einen messbaren Beitrag:
Wir stellen politische Forderungen
Am 16. Mai 2022 haben wir knapp 13’000 Unterschriften für unsere Petition in Bern eingereicht. Wir fordern Bundesrat und Parlament dazu auf, den Eintrag von Mikroplastik durch politische Massnahmen erheblich zu reduzieren.
Wir sensibilisieren Kinder
Mit einem eigens dafür entwickelten Schulmodul für 9 bis 12-Jährige sensibilisieren wir an Schulen zum Thema Mikroplastik. Auf spielerische Art und Weise lernen die Schüler:innen, wie sie Plastik vermeiden können.
Wir betreiben Feldforschung
Im Rahmen unserer Forschungsexpeditionen im Mittelmeer sammeln wir Mikroplastikproben und lassen diese durch eine Partnerorganisation analysieren. Damit schaffen wir die wissenschaftliche Basis für politische Vorstösse.

Spenden für eine mikroplastikfreie Schweiz
Unterstütze uns, damit wir uns auch in Zukunft mit aller Kraft für eine saubere Schweiz und saubere Meere einsetzen können. Gemeinsam können wir unser Ziel erreichen!
Spenden für eine mikroplastikfreie Schweiz

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