Ökozid – eines der schwersten Verbrechen unserer Zeit

Ökozid steht für das, was mit unserer Erde geschieht: Die massive Zerstörung der natürlichen Lebenswelt, dem Zuhause von uns allen. Bislang wird kaum jemand dafür zur Verantwortung gezogen. Wenn wir den Ökozid nicht als eines der grössten Verbrechen unserer Zeit anpacken, wird er das Verbrechen sein, das unsere Zeit beenden wird. Ein Positionspapier von KYMA sea conservation & research erläutert die Hintergründe.

Aktuell: Ölkatastrophe vor den Philippinen

Regelmässig ereignen sich verheerende Umweltkatastrophen, die auf menschliche Aktivitäten zurückgehen. Ende Februar 2023 sank ein Öltanker vor den Philippinen. Er hatte 800‘000 Liter Industrieöl an Bord. Seither jagt im betroffenen Gebiet eine Hiobsbotschaft die nächste. Verseuchte Strände, kranke Menschen, tote Meerestiere. Ölspuren sind mittlerweile bereits 350 Kilometer vom Unglücksort entfernt zu finden. Abertausend Menschen sind von den Folgen betroffen. Von der Fischerei abhängige Menschen leiden besonders stark. Die Fischerei wurde vorübergehend untersagt – die Risiken sind zu gross.

Umweltzerstörer zur Verantwortung ziehen

Wer Verbrechen an der Natur begeht, muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Dies ist die Kernforderung der international wachsenden «Stopp Ecocide»-Bewegung. Die bestehende Gesetzgebung reicht leider nicht aus, um der zunehmenden Umweltzerstörung Einhalt zu gebieten. Deshalb soll Ökozid in den Katalog der schweren Verbrechen am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag aufgenommen werden. Verbrechen gegen die Natur stünden damit auf derselben Stufe wie Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen. Die rechtliche Basis des IStGH bildet das Römer Statut, das 123 Länder weltweit ratifiziert haben – darunter die Schweiz.

Ökozid und die Schweiz

Die Schweiz gehört zu den fortschrittlichsten und reichsten Ländern weltweit mit hohem wissenschaftlichem und technologischem Know-how. Verbrechen gegen die Natur scheinen noch weniger sichtbar als in anderen Ländern. Doch der Schein trügt, denn auch hierzulande leiden die Wasserqualität und die Artenvielfalt unter der Umweltverschmutzung massiv. Zudem sind der ökologische Fussabdruck und damit auch der Verbrauch der globalen Naturressourcen riesig. Die Schweiz hat also nicht nur die Mittel und die moralische Verpflichtung, sondern auch existenzielle Gründe, der systematischen Umweltzerstörung entschieden entgegenzutreten. Dies zeigt das Positionspapier «Ökozid – eines der schwersten Verbrechen unserer Zeit» von KYMA auf.

Positionspapier: Ökozid – eines der schwersten Verbrechen unserer Zeit

Als Mitgliedsstaat des Römer Statuts hat die Schweiz die Möglichkeit, sich für die Aufnahme von Ökozid als internationales Verbrechen einzusetzen. Auch auf nationaler Ebene ist viel zu tun: Die bestehende Gesetzgebung muss weiterentwickelt und Ökozid formell als Verbrechen definiert werden. Weltweit haben 14 Länder Ökozid in ihrer nationalen Gesetzgebung verankert. Auch die Schweiz muss Farbe bekennen und sich dem weltweiten Bestreben nach strengeren Umweltschutzbestimmungen anschliessen.

Stopp Ökozid: Petition unterzeichnen

Die Natur kennt keine Grenzen. Sie zu schützen, sollte es auch nicht. Unterstütze unsere Forderung an Bundesrat und Parlament. Gemeinsam kann es uns gelingen, dass sich die Schweiz für die Anerkennung von Ökozid als Verbrechen stark macht.

Stopp Ökozid: Petition unterzeichnen

Die Natur kennt keine Grenzen. Sie zu schützen, sollte es auch nicht. Unterstütze unsere Forderung an Bundesrat und Parlament. Gemeinsam kann es uns gelingen, dass sich die Schweiz für die Anerkennung von Ökozid als Verbrechen stark macht.

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