Walfang: Die Jagd auf Wale muss endlich enden

Wale sind keine Rohstoffe. Sie sind hochentwickelte, soziale Lebewesen und unverzichtbar für das Leben im Meer. Trotzdem werden sie noch immer gezielt getötet, nachdem viele Bestände im 20. Jahrhundert stark dezimiert oder sogar ausgelöscht wurden. Im September steht ihre Zukunft erneut auf der internationalen politischen Agenda.

Fast drei Millionen getötete Wale

Was im Mittelalter als riskante Jagd in Küstennähe begann, entwickelte sich mit technischen Innovationen wie der Granatharpune und Fabrikschiffen im 19. und 20. Jahrhundert zu einer hocheffizienten Tötungsindustrie. Wale wurden zu Rohstofflieferanten: Ihr Fett wurde als Brennstoff genutzt, ihre Barten zu Korsettstangen und Schirmstäben verarbeitet. Pottwale lieferten Walrat für Kerzen und Ambra für die Parfümindustrie.

Der Preis war verheerend. Im 20. Jahrhundert wurden mindestens 2,9 Millionen Wale getötet. Zahlreiche Grosswalarten wurden um mehr als 90 Prozent dezimiert. 1982 beschloss die Internationale Walfangkommission (IWC), die kommerziellen Fangquoten auf Null zu setzen und 1986 trat das sogenannte Walfangmoratorium in Kraft. Doch es hat den kommerziellen Walfang nicht beendet.

Norwegen, Island und Japan jagen auch heute noch kommerziell Wale. Norwegen und Island haben sich dem Moratorium widersetzt bzw. eine entsprechende Ausnahme geltend gemacht; Japan trat 2019 aus der IWC aus und betreibt seither offen kommerziellen Walfang.

Eine entscheidende Woche für die Wale

Im September kommt die Internationale Walfangkommission zu ihrer 70. Tagung (IWC70) in Hobart, Australien, zusammen. Vom 28. September bis 2. Oktober beraten die Mitgliedstaaten über die Zukunft des internationalen Walschutzes. Das Treffen ist besonders wichtig, denn 2026 jährt sich das Walfangmoratorium zum 40. Mal und die IWC feiert ihr 80-jähriges Bestehen.

Die entscheidende Frage lautet: Schützen wir Wale konsequent oder lassen wir zu, dass kommerzieller Walfang weitergeführt wird?

Auf der Agenda der IWC stehen unter anderem der Schutz vor Schiffskollisionen, die Bedrohung kleiner Wale durch kommerzielle Fischerei und Fragen rund um Tötungsmethoden und Tierschutz. Gleichzeitig liegt eine Resolution vor, die ein Programm zur «nachhaltigen Nutzung» von Walbeständen und damit eine Weiterführung der Bejagung von Walen zum Ziel hat.

Jetzt braucht es ein klares Signal

Die internationale Koalition «End Commercial Whaling», der auch KYMA angehört, hat deshalb eine weltweite Petition lanciert. Sie fordert Japan, Norwegen und Island auf, den kommerziellen Walfang endgültig zu beenden. Gleichzeitig werden alle Vertragsstaaten der IWC aufgefordert, sich bei der kommenden IWC70 klar für ein dauerhaftes Ende des kommerziellen Walfangs auszusprechen. Je stärker der öffentliche Druck, desto deutlicher wird das Signal an die Regierungen: Wale gehören geschützt, nicht getötet.

Petition gegen Walfang

Als unterstützendes Mitglied der internationalen Koalition «End Commercial Whaling» kämpfen wir gemeinsam mit Partnerorganisationen gegen das sinnlose Töten von Walen an. Unterstütze uns und unterzeichne die Petition für ein Ende des kommerziellen Walfangs!

Petition gegen Walfang

Als unterstützendes Mitglied der internationalen Koalition «End Commercial Whaling» kämpfen wir gemeinsam mit Partnerorganisationen gegen das sinnlose Töten von Walen an. Unterstütze uns und unterzeichne die Petition für ein Ende des kommerziellen Walfangs!

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